Stadt und Land erarbeiten Programm zur Stickoxid-entlastung

Bürgermeister Klaus Luger

32 Massnahmen zur Luftreinhaltung werden am Montag beschlossen

Oberösterreich hat in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten große Fortschritte und Verbesserungen bei der Luftqualität verwirklicht. Vor allem aus Industrie und Energieerzeugung konnten vielfach enorme Verringerungen von Emissionen erreicht werden. Bei Stickoxiden (NOx) gibt es an verkehrsnahen Messstationen noch Handlungsbedarf. Erfreulich ist die Entwicklung an der vormals problematischen Messstation an der A1 bei Enns-Kristein. Mit einem Jahresdurchschnittswert von 38,3 µg/m³ konnte 2018 erstmals eine Unterschreitung des EU-Grenzwertes erreicht werden. Die gesetzten Maßnahmen zeigen Wirkung.

Eine Baustelle ist jedoch geblieben: Bei der verkehrsbelasteten Messstelle beim Römerbergtunnel in Linz konnte bisher der EU-Grenzwert von 40 µg/m³ bei Stickstoffdioxid nicht unterschritten werden. 2018 lag der Jahresmittelwert an der Messstelle Römerberg bei 43,4 µg/m³. Was gegenüber dem Jahr 2017 – 46,3 µg/m³ eine spürbare Entlastung darstellt.

In einem gemeinsamen Arbeitsprozess mit Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Umweltlandesrat Rudi Anschober, Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner und Infrastrukturlandesrat Mag. Günther Steinkellner sowie den zuständigen Verantwortlichen der Stadt Linz unter Federführung von Bürgermeister Klaus Luger, Vizebürgermeister DI Markus Hein und Umweltstadträtin Mag.a Eva Schobesberger ein Maßnahmenprogramm erarbeitet, das am Montag in der Landesregierung beschlossen wird. Darin ist es gelungen, ein Bündel von 32 Maßnahmen einfließen zu lassen, das nachhaltig Verbesserung nicht nur für das Gebiet rund um die Messstelle am Römerberg, sondern für den gesamten Großraum Linz bringen wird. Ziel dabei ist der Gesundheitsschutz und das Vermeiden von Strafen durch ein Vertragsverletzungsverfahren durch die EU.

 

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