Linz für Familien

Umfassendes Angebot für Kinder und Eltern

Auch in den Ferien ist immer was los

224 Millionen Euro beträgt das Sozialbudget der Stadt Linz in diesem Jahr. Damit entfällt rund ein Drittel des Gesamtbudgets der Stadt auf den Sozialbereich. Die Schwerpunkte im Sozialbudget sind neben der Pflege und Betreuung der SeniorInnen vor allem die Familien.  Ein vielfältiges soziales Leistungsangebot, das in vielen Bereichen die Vollversorgung garantiert, ist ein wesentlicher Schwerpunkt der städtischen Sozialpolitik. Nicht zuletzt wegen seines sozialen Netzes zählt Linz bundesweit zu den lebenswertesten Städten.

„Die Familie steht in Linz im Fokus eines vielfältigen sozialen Angebots. In der Lebens- und Familienstadt Linz finden Eltern und Kinder für alle Bedürfnisse und Lebenslagen die passenden Leistungen. Darüber hinaus sorgt gerade jetzt in den Ferien eine Vielzahl an Aktivitäten dafür, dass Kinder und Eltern unabhängig vom Einkommen die schönste Zeit des Jahres‘ genießen können“, informiert Familienreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing.

„Viele Angebote, die Linz für die Familien bereithält, basieren nicht auf gesetzlichen Verpflichtungen, sondern werden freiwillig angeboten. Sie machen das Leben für Jung und Alt attraktiv. Musterbeispiele dafür sind das einzigartige Tarifmodell in den Linzer Kindergärten, die durchgehende Kinderbetreuung in den Sommermonaten und die vielen Ferienangebote, die den Familien entgegenkommen“.

Damit Linz eine kinder- und familienfreundliche Stadt ist und bleibt, wurden in den letzten Jahren viele Akzente und Maßnahmen im Rahmen einer an den Bedürfnissen von Kindern und Familien orientierten Sozialpolitik gesetzt.

Ferienspaß für Linzer Familien

Städtische Förderungen ermöglichen Teilnahme an Ferienaktionen

Neben den ganzjährigen Fördermaßnahmen der Stadt Linz für Familien sorgen zahlreiche Angebote für die gemeinsame Freizeitgestaltung von Eltern und Kindern. Besonders in den Ferien wird deutlich, dass „Familienstadt Linz“ kein bloßes Schlagwort ist, sondern ein Begriff, der gelebt wird.

Vor allem Kinder aus finanziell schwachen Familien sowie Kinder, die in ihrer Freizeit zum Beispiel aufgrund der Berufstätigkeit der Eltern im Sommer unbetreut sind, können von den Ferienaktionen besonders profitieren. Zuschüsse in Höhe von jährlich 80.000 Euro machen es möglich, dass auch diese jungen Mädchen und Burschen in den Sommerferien ihren Spaß haben – ob bei den Abenteuerwochen der Kinderfreunde oder dem freizeitpädagogischen Projekt „Pippi – Play im Park“.

Für die Teilnahme an den Abenteuerwochen stehen pro Jahr etwa 20.000 Euro zur Verfügung. Der Geschäftsbereich Soziales, Jugend und Familie wählt in Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendhilfe in Frage kommende Turnusse im Hinblick auf die Ferienzeit und unter Beachtung der maximalen Kosten pro Tag in der Höhe von 66 Euro aus. Der Selbstbehalt der Familien beträgt je nach sozialpädagogischen und finanziellen Kriterien 50 oder 100 Euro. Die zuständigen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter können diesen Beitrag in Ausnahmefällen bis auf null Euro reduzieren.

Ferien@home

Mit dem Projekt ferien@home mit Unterstützung der Stadt Linz wird berufstätigen Eltern eine Betreuung ihrer Kinder in der Ferienzeit geboten. Ferien@home ermöglicht den Kindern eine pädagogisch wertvolle Freizeitgestaltung mit einer kompetenten Betreuung im Familienzentrum Bulgariplatz kidsmix. Die Kosten für ferien@home betragen 117,50 Euro pro Woche inklusive Mittagessen. Die Stadt Linz fördert Kinder mit Hauptwohnsitz in Linz mit 51,50 Euro pro Woche, sodass für sie der wöchentliche Beitrag inklusive Essen nur 66 Euro beträgt.

Die Anmeldung erfolgt jeweils für eine Woche. Sind freie Plätze verfügbar, können die Kinder auch für mehrere Wochen angemeldet werden. Die Betreuung der Kinder wird durch geschultes pädagogisches Personal durchgeführt. Das Programm von ferien@home richtet sich nach Alter und Gruppengröße. Neben zahlreichen kreativen Angeboten bleibt stets auch genügend Zeit, sich draußen auszutoben und Ausflüge in die Umgebung zu machen. Abends und an den Wochenenden sind die Kinder wieder in der Familie. Neben der flächendeckenden Kinderbetreuung fördern Angebote wie Ferien@home die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Die Zielgruppe von ferien@home sind Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. Die Palette der Angebote reicht von den Bereichen Kreativität, Bewegung, sozialer Umgang bis hin zu Großgruppen- und Outdoor-Spielen zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls bei Ausflügen.

112 Kinder- und Jugendspielplätze

Auf dem Linzer Stadtgebiet gibt es zudem mehr als 110 öffentliche Kinder- und Jugendspielplätze, ergänzt durch eine Vielzahl an Basketball-, Skateboard-, Beachvolleyball-Anlagen und Fun-Courts.

Auch die Unternehmensgruppe Linz (UGL) bietet Familien zahlreiche und vielfältige Freizeitmöglichkeiten an. Im Sommer sind die Bäder der LINZ AG beliebte Treffpunkte. Für Kinder unter 12 Jahren gibt es zudem freien Eintritt in die sieben Kinderfreibäder. Das Ars Electronica Center bietet in den Ferien (außer Montag) jeweils um 11.30 und um 14.30 eine eigene eineinhalbstündige „Family Tour“ an. Der Eintritt für Kinder unter 14 Jahren ist dabei frei.

Unterstützung der Linzer Familien durch Sozialarbeit

3,2 Millionen Euro gibt die Stadt Linz jährlich für die Kinder- und Jugendhilfe sowie Hilfen von Linzer Familien aus. Besonders bei schwerwiegenden Familien- und Erziehungsproblemen unterstützen die regional zuständigen SozialarbeiterInnen die Eltern und bieten längerfristige Betreuung sowie Begleitung an.

Um Familien mit ihren Kindern und die Pädagoginnen und Pädagogen optimal zu unterstützen sowie um Fehlentwicklungen früh zu erkennen, wird im Rahmen eines Pilotprojekts seit 2017 auch in Linzer Kindergärten, konkret in den Stadtteilen Auwiesen, Grüne Mitte, Ebelsberg sowie im Neustadtviertel Sozialarbeit angeboten. Das Land Oberösterreich ist noch vor Ende des Pilotjahres aus der Finanzierung ausgestiegen, die Stadt  ist eingesprungen und trägt die Leistungen zur Gänze.

Ebenso wird an den Linzer Pflichtschulen Schulsozialarbeit im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe offeriert. Aktuell wird in zwei Dritteln der öffentlichen Pflichtschulen in Linz Schulsozialarbeit geleistet. Jährlich profitieren 800 SchülerInnen und deren Umfeld davon. Auch nicht betreute öffentliche Pflichtschulen in Linz haben die Möglichkeit, sich an die Schulsozialarbeit zu wenden.

Eltern-, Mutterberatungsstellen

Die ersten Lebensjahre sind für die Entwicklung eines Kindes entscheidend. Eltern wollen dabei alles richtig machen und nur das Beste für ihr Kind. Dafür steht die Eltern-, Mutterberatung in Linz zur Verfügung. Ziel ist es, nach der Geburt eines Babys gute Bedingungen für die Pflege und Erziehung zu schaffen und eine positive Entwicklung von Kindern zu fördern. Die kostenlosen Leistungen reichen von Beratungen zur Entwicklung, Pflege und Ernährung bis hin zu medizinischen Untersuchungen.

Die größte dieser Einrichtungen ist IGLU, welche im vergangenen Herbst vom langjährigen Standort an der Franckstraße in die Grüne Mitte übersiedelte. Mit insgesamt 290 Quadratmetern bietet das völlig neue IGLU Eltern und Kindern noch mehr Möglichkeiten, unter anderem einen großzügigen Garten. In der vergrößerten Einrichtung sind sechs Mitarbeiterinnen und zwei Ärztinnen für Eltern und Nachwuchs da.

Im vergangenen Jahr besuchten knapp 3.200 Kinder und Eltern diese Familieneinrichtung, wobei das Team mehr als 700 Beratungen durchführte. Aufgrund des verbesserten Platzangebots im neuen Haus wurde das Leistungsangebot verdoppelt: So finden nun gleich zwei Mal pro Woche Eltern-/Mutterberatungen sowie der Babytreff statt.

Eltern-Kind-Zentren

Eine weitere wichtige Komponente bei den speziellen Angeboten der Stadt Linz für Familien bilden die Eltern-Kind-Zentren. Diese Einrichtungen stehen als Beratungseinrichtungen, Treffpunkte, Kommunikations- und Veranstaltungszentren in den Stadtteilen zur Verfügung. Beim offenen Zentrumsbetrieb können Eltern andere Kinder und deren Eltern kennenlernen, Erfahrungen austauschen und Informationen einholen.

In der Stadt Linz gibt es zwei städtische Eltern-Kind-Zentren in Pichling und im Ennsfeld sowie neun private Einrichtungen. In den städtischen Zentren Ebelsberg und Pichling werden zusätzlich Leistungen in sozialer, psychologischer, juristischer und medizinischer Hinsicht offeriert. Auch Kinderkrankenschwestern sowie Pädagoginnen und Pädagogen stehen zur Verfügung.

Kinderbetreuung

Durch ein umfangreiches Ausbauprogramm wurde im Kindergartenbereich gemeinsam mit privaten Anbietern die Vollversorgung erreicht. Für jedes dreijährige Kind steht ein Platz in einem städtischen oder privaten Kindergarten zur Verfügung. Ergänzend gibt es auch die Möglichkeit, weitere Angebote der Kinderbetreuung wie z.B. Krabbelstuben, Horte und Tagesmütter, in Anspruch zu nehmen.

Durchgehende Öffnungszeiten im Sommer

Zusätzlich sind die Linzer Einrichtungen ganzjährig geöffnet. Die Landeshauptstadt bietet damit auch in den Sommerferien eine flächendeckende Betreuung für die Kleinsten an. Dass dieses Angebot den Bedürfnissen der Linzer Familien entspricht, zeigt die Bilanz des letzten Jahres. „Im August 2018 besuchten durchschnittlich 52 Prozent der Kinder, die regelmäßig in städtische Kindergärten gehen, den Sommerkindergarten. Das lässt erkennen, dass die Sommerbetreuung von den Linzer Eltern sehr gerne angenommen wird“, betont Hörzing. Die Nachfrage nach Krabbelstubenplätzen war im Sommer 2018 ebenfalls sehr hoch. Von den insgesamt 870 Plätzen wurden im August letzten Jahres 78 Prozent benötigt.

Spezielles Tarifmodell für Linzer Kindergärten – Nachmittagsbetreuung für Familien mit niedrigem Einkommen weiterhin kostenlos

Der Beschluss der Landesregierung, den Nachmittagsbesuch in allen Kindergärten seit 1. Februar 2018 kostenpflichtig zu machen, bedeutet für viele Eltern eine zusätzliche finanzielle Belastung. Der Stadt Linz war es jedoch ein Anliegen, den Besuch des Kindergartens vor allem für Kinder aus bildungsferneren Familien beziehungsweise Familien mit voll erwerbstätigen Eltern am Nachmittag leistbar zu gestalten. Deshalb kommt in der Landeshauptstadt das „Linzer Tarifmodell“ zur Anwendung, das Familien finanziell entlastet. Das bedeutet für Familien mit wenig Einkommen, auch weiterhin von einer Besuchsgebühr befreit zu sein. Eltern mit mittlerem und höherem Einkommen bezahlen ebenfalls weniger als vom Land vorgesehen. Die Rechtsträger von Kindergärten erhalten die Differenz zum Landesmodell in Form einer „Familienförderung“ aus dem Sozialbudget der Stadt Linz refundiert. Etwa 2,5 Millionen Euro ersparen sich die Eltern damit jährlich an Gebühren.

Der Essensbeitrag ist für Linzer Kinder sozial gestaffelt und beträgt 1,4 Prozent des Haushalts-Bruttoeinkommens.

„Linzer Eltern und Kinder genießen viele Vorteile einer familienorientierten Sozialpolitik, die vielerorts keine Selbstverständlichkeit darstellt. Die Zusammenarbeit von städtischen und privaten Einrichtungen bieten ein dichtes Netz, auf das sich die Linzerinnen und Linzer verlassen können“, betont Hörzing abschließend.

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