Alles für die Show: Linzer NEOS-Politiker enttarnt sich durch Facebookposting selbst

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Selbstinszenierung und Täuschung von Bürgerinnen und Bürgern – so könnte man ein Facebookposting von NEOS-Gemeinderat Lorenz Potočnik interpretieren. In diesem bezeichnet er den Pichlinger See nämlich als Dreckslacke.

Potočnik und Pichlinger See – da war doch etwas? „Rettet den Pichlinger See“ hieß die von ihm mitinitiierte Bürgerinitiative, die den Bau eines LASK-Stadions nahe dem Pichlinger See verhindern wollte. Potočnik inszenierte sich darin als großer Retter des Sees. Hauptverantwortlich hierfür war bekanntlich Bürgermeister Klaus Luger mit seinem LASK-Deal, der am 3. Juli öffentlich gemacht wurde.

Dass Potočnik dieses Posting auch noch auf seiner privaten Facebookseite veröffentlichte, zeigt einmal mehr, wie er als Politiker agiert – nicht authentisch, sondern ganz für die Show.

 

Am Abend des 3. Juli, ein paar Stunden nach Bekanntwerden der LASK-Stadionlösung, postete NEOS-Gemeinderat Potočnik ein Foto von sich auf Facebook – im Pichlinger See schwimmend mit dem Wort „gerettet“. Eineinhalb Stunden später antwortete er auf Nachfrage eines Facebookfreundes, was er denn darunter trüge, mit folgendem Kommentar: „…in der Dreckslacke brauchst nix anziehen so trüb wie das ist“ (sic!).

Für Bezirksgeschäftsführerin Gemeinderätin Claudia Hahn ein klares Überschreiten von Grenzen: „Das Facebookposting von Lorenz Potočnik ist an Zynismus nicht zu überbieten. Erst inszeniert er sich als Retter des Sees, doch sobald die Grundlage seiner Polit-Kampagne wegfällt, zeigt er sein wahres Gesicht. Er verhöhnt nicht nur die tausenden Badegäste, die jeden Sommer den See besuchen, sondern auch all jene, die seine Bürgerinitiative unterstützt haben.“
Durch das Posting erhärtet sich der – bereits im Vorfeld von vielen Bürgerinnen und Bürgern – vermutete Verdacht der Selbstinszenierung. „Die Idee von Bürgerinitiativen ist es, dass Bürgerinnen und Bürger ein demokratisches Instrument zur Verfügung gestellt bekommen, sich für oder gegen eine Sache einzusetzen und damit von der Öffentlichkeit, insbesondere der Politik, gehört zu werden. Das dachten die rund 8.000 Personen, die für ‚Rettet den Pichlinger See‘ unterschrieben haben, vermutlich auch. Wenn an der Spitze einer Bürgerinitiative ein gewählter Politiker steht, muss man sich zu Recht fragen, warum er das macht.“ so Hahn weiter.

 

Daniel Höllinger, Vorsitzender der SPÖ Ebelsberg, der im Rahmen der Bürgerinitiative mehrere hundert Unterschriften gesammelt hatte, ergänzt: „Herr Potočnik bringt mit diesem Posting all jenen, die für die Rettung des Pichlinger Sees unterschrieben haben, eine unglaubliche Missachtung entgegen. Mit meinem Engagement in der Bürgerinitiative wollte ich etwas bewegen und Menschen eine Stimme geben. Nun ist mir klar, dass es die ganze Zeit bloß um Selbstdarstellung ging und fühle mich persönlich instrumentalisiert.“

 

Potočnik veröffentlichte das Posting auf seiner privaten Facebookseite, während er alle anderen Social-Media-Aktivitäten zur Bürgerinitiative „Rettet den Pichlinger See“ auf seiner Politiker-Seite abwickelte. „Dies ist der Beleg dafür, dass der Politiker Potočnik nicht authentisch, sondern arrogant agiert“, ist Hahn von der Art ihres Gemeinderatskollegen, Politik zu machen, enttäuscht.

Normalerweise ist ein deplatziertes privates Facebookposting kein Anlass für das Verfassen einer Presseaussendung. Doch bei einem Linzer Gemeinderat ist der Maßstab an einer anderen Stelle anzusetzen. Denn kein gewählter Politiker und keine gewählte Politikerin hat die Menschen für dumm zu verkaufen. Das beschädigt die Politik insgesamt,“ schließt Hahn.

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