Open Commons Kongress gibt Antworten zur Zukunft unserer Arbeit

Bürgermeister Klaus Luger

Wie werden wir künftig arbeiten?

Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist im vollen Gange: Immer mehr Berufe werden automatisierbar und die Angst vor Jobverlust wächst. Dass mit dem Wegfall ganzer Berufssparten neue Qualifikationen, Berufe und Arbeitsformen entstehen, gilt als sicher. Umso mehr eröffnen sich zusätzliche Möglichkeiten, Arbeit neu zu denken.

„Unser Selbstverständnis von Arbeit sowie unsere Praxis zu arbeiten werden sich mit der voranschreitenden Digitalisierung gravierend verändern. Eine kritische, öffentliche Debatte aus Sicht der arbeitenden Menschen ist dringend nötig“, meint Bürgermeister Klaus Luger zu den Beweggründen der Veranstaltung.

Denn neben Gefahren bietet diese Entwicklung nicht nur Chancen für die Industrie, sondern vor allem für den Menschen: neue Technologien ziehen nicht zwangsläufig bestimmte Arbeitsformen nach sich, sondern eröffnen ein Spektrum von Gestaltungsalternativen für die Zukunft. Welchen Tätigkeiten wollen wir unsere Arbeitszeit künftig widmen und wie lange? Ist das Modell der Lohnarbeit überholt? Mit welchen Lebensentwürfen reagieren wir als Gesellschaft auf diese Umbrüche?

Um zu verhindern, dass Menschen lediglich zum Handlanger der Maschinen werden, ist es notwendig zu fragen, wie wir künftig arbeiten wollen und wie uns Maschinen und Software dabei unterstützen sollen. Schließlich betreffen diese Fragen jeden Einzelnen als Person und sind eng mit der Organisation unseres Zusammenlebens verbunden: wie lässt sich beispielsweise ein Gesundheits- und Sozialsystem finanzieren, wenn Maschinen die Arbeit für uns erledigen und wir weniger ins Sozialsystem einzahlen?

„Das gesamte Gesundheitswesen ist vom digitalen Wandel betroffen. Er hält Einzug in die medizinische Behandlung, erlaubt bessere Steuerung der Versorgung, wirft aber wie jeder technologische Fortschritt auch Fragen und Risken auf. Das gilt auch für die Grundlagen der Sozialversicherung: Serverfarmen und Roboter zahlen keine Beiträge in eine Krankenkasse ein. Reden wir daher offen über Chancen und Risken, die uns die Digitalisierung der Arbeit eröffnen“, meint Andrea Wesenauer, Direktorin der OÖGKK, denn: „Fairer Zugang zur Gesundheitsversorgung, zu sozialer Absicherung muss für alle Menschen gewährleistet bleiben!“

Dafür versammelt der Open Commons Kongress unter dem Titel „Was tun? Arbeit und Gesundheit in der digitalen Welt“ Beiträge von Expert*innen aus Arbeits- und Sozialpolitik, Wirtschaft & Technik, Psychologie sowie Philosophie und bietet einen breiten Querschnitt über eine der weitreichendsten Veränderungen unserer Zeit.

Was tun? Arbeit und Gesundheit in der digitalen Welt
Open Commons Kongress 2019
Freitag, 14. Juni, 9:30 – 17:30 Uhr
Wissensturm, Kärntnerstraße 26, 4020 Linz

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung von Open Commons Linz und der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse – Forum Gesundheit.

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