Linz ist unter den Top 5 Kreativstädten Europas!

Bürgermeister Klaus Luger

UNESCO City of Media Arts – Linz lebt Medienkunst

Linz rangiert in Europa unter den Top Fünf in der Kategorie „cultural and creative cities“. Damit befindet sich die oö. Landeshauptstadt laut dem „EU Cultural and Creative Cities Monitor“ auf Augenhöhe mit Metropolen wie Paris, Eindhoven, Kopenhagen und Amsterdam.

Medienkunst und digitaler Fortschritt sind in Linz zentrale Pulsgeber einer dynamischen und zukunftsorientierten Stadtentwicklung. Mit der Ars Electronica nahm Linz international sehr früh eine Pionierrolle in der Medienkunst ein. Diesen für eine 207.000 EinwohnerInnen zählende Stadt außergewöhnlichen Status hat Linz dank dem Prix Ars Electronica sowie dem Ars Electronica Futurelab im globalen Maßstab ausgebaut.

Einen besonderen internationalen Trumpf hat Linz mit der Tabakfabrik in der Hand. Das einzigartige Areal ist für Kreative, Startups und Innovationstreiber aus ganz Österreich der Hotspot schlechthin. Die Aufnahme von Linz in das Creative Cities Netzwerk der UNESCO in der Kategorie Media Arts bestätigt den erfolgreichen Linzer Weg zur innovativsten Stadt Österreichs.

„Linz lebt die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunft der Medienkunst! Das spiegelt sich mit Tabakfabrik, Ars Electronica Center oder dem neuen Innovations Center am Hauptplatz auch immer stärker im Stadtbild wider“, betont Innovationsreferent Bürgermeister Klaus Luger.

„Linz ist international ein bedeutender Akteur in digitaler Forschung und Entwicklung und ein lebendiges Zentrum für das Kunstschaffen und die Kreativwirtschaft in ganz Österreich“, sagt Kreativwirtschaftsreferentin Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer.

Linz ist seit 2014 „UNESCO – City of Media Arts“

Seit 2014 trägt Linz den Titel „UNESCO – City of Media Arts“ und ist somit Teil des Netzwerkes Creative Cities der UNESCO. In diesem Netzwerk sind weltweit zukunftsorientierte Städte und Metropolen in den sieben Kreativwirtschaftsbereichen Literatur, Film, Musik, Handwerk und Volkskunst, Design, Gastronomie und Medienkunst vertreten. 180 Städte aus 72 Nationen gehören dem Netzwerk an.

Die weltweite Allianz der „Creative Cities” verfolgt folgende Ziele:

  • die Produktion, Verbreitung und Wahrnehmung von kulturellen Angeboten auf lokaler Ebene stärken;
  • die Kreativität und kreativen Ausdrucksmöglichkeiten aller Bevölkerungsgruppen, besonders von Frauen und jungen Menschen, unterstützen;
  • den Zugang und die Teilhabe am kulturellen Leben und an der Nutzung kultureller Angebote verbessern;
  • die Kultur- und Kreativwirtschaft in lokale Entwicklungspläne integrieren.

Der Titel „City of Media Arts“ ist Auszeichnung und gleichzeitig Auftrag, die Entwicklung von Linz und der Region zu einer noch stärkeren Positionierung auf Medienkunst und Kreativwirtschaft voranzutreiben. Diese Aktivitäten entsprechen auch dem aktuellen Kulturentwicklungsplan der Stadt, die Internationalisierung von Linz noch mehr zu forcieren.

Die im „Monitoring Report 2014 – 2018“ zusammengefasste Linzer Entwicklung hat bei der UNESCO für Begeisterung gesorgt. Die internationale Beurteilung von Linz fiel sehr positiv aus:

“Linz has clearly invested in its UNESCO designation and made City of Media Arts a cornerstone of its city brand. Impressive progress in just four years. Municipal commitment is clearly key.”

We are so UNESCO!

Linz ermöglicht als Zentrum der Medienkunst Perspektiven und Innovationen in Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft. UNESCO City of Media Arts zu sein, bietet Chancen, Milieus zu schaffen, die Linz als kreative Stadt national und international in Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft attraktiv machen. Durch die Einbindung ins Netzwerk der UNESCO Creative Cities verspricht sich Linz weiterhin neue Impulse für die Entwicklung und die Positionierung der Stadt als kreativwirtschaftliches Zentrum.

Ars Electronica seit 1979

Die Stadt Linz hat bereits 1979 mit der ersten Ars Electronica erkannt, dass digitale Kultur und Medienkunst als Motoren für technologische und gesellschaftliche Innovation begriffen werden können und hat daraus ihre ureigenen Stärken entwickelt. Die Linz-eigene Auffassung dieser Entwicklung spiegelt sich im „Untertitel“ zu Ars Electronica wider: „Kunst – Technologie – Gesellschaft“. Ein Slogan, der bis heute seine Gültigkeit hat und die gesellschaftlichen Auswirkungen dieser digitalen Entwicklungen in den Brennpunkt rückt. Medienkunst wird hier nicht nur als ein weiteres künstlerisches Format verstanden: Medienkunst geht von einer technologischen Basis aus, die aus einem künstlerischen Blickwinkel interpretiert, gestaltet und weitergedacht wird und dann in der Gesellschaft zu wirken beginnt. Das Ziel sind „Smart Citizens“, also mündige Bürgerinnen und Bürger, die über „Digital Literacy“ verfügen sowie innovative Unternehmen mit Verantwortungsbewusstsein. Ein Ansatz, den die Stadt Linz auch mit ihrer Open Commons-Initiative verfolgt und der sie zum internationalen Vorreiter in Sachen „offene Daten“ und BürgerInnen-Ermächtigung macht.

Fotocopyright: Robert Bauernhansl

Flaggschiff Ars Electronica Center

Das Flaggschiff dieser Entwicklung ist Ars Electronica: Als Festival gegründet, das den Begriff Medienkunst wesentlich geprägt hat, ist Ars Electronica ein global wahrgenommenes Zentrum der Medienkunst. Das AEC hat seine Pionierrolle über die Jahre beibehalten, nicht zuletzt durch ständige Innovation: 1987 wurde der weltweit renommierteste Wettbewerb für Computerkunst, der Prix Ars Electronica, gegründet, 1996 das Ars Electronica Center als „Museum of the Future“ und das Futurelab als Entwicklungslabor. Ars Electronica Solutions, der jüngste Bereich von Ars Electronica, verwandelt künstlerische Ansätze in vermarktbare Produkte. Mit der am 27. Mai eröffneten neuen Dauerausstellung „Compass – Navigating the Future“ wurde das Thema Künstliche Intelligenz in einer weltweit einzigartigen Weise ins Zentrum gerückt.

Linz: Biotop für Innovation und Kreativität

Linz hat eine Reihe von Bildungs- und Forschungseinrichtungen, die sich im Umfeld von Medienkunst, digitaler Kultur und Kreativwirtschaft bewegen und so in der Stadt eine Verdichtung schaffen, die ein einzigartiges Biotop für Innovation und Kreativität hervorbringt: Die HTL 1 Bau und Design in der Goethestraße und die HBLA für künstlerische Gestaltung in der Garnisonstraße vermitteln die Basiskompetenzen. Die Johannes Kepler Universität mit den Studienzweigen Informatik, Mechatronik, Web Sciences und dem LIT Open Innovation Center sowie die Kunstuniversität mit Schwerpunkt auf Intermedialität (Interface Cultures, Mediengestaltung, Medientheorie, Web Sciences) bieten die Wissensbasis für junge Kreative, genauso wie die Anton Bruckner Privatuniversität mit dem Zweig „elektronische Musik“ und die FH Hagenberg mit Schwerpunkt Medientechnik. Ziel der Stadt Linz ist es, die Vernetzung aller Forschungseinrichtungen auszubauen und durch Kooperationen für einen weiteren Innovationsschub zu sorgen.

Drehscheibe Tabakfabrik

Die Creative Region Linz & Upper Austria wurde 2011 als Drehscheibe für die Kreativwirtschaft etabliert. Sie ist in der Tabakfabrik Linz angesiedelt, einem ehemaligen Fabriksareal, das von der Stadt Linz erworben wurde und sich nun zu einem urbanen Zentrum für kulturelle und kreative Industrien entwickelt. Hier wird ein kreativwirtschaftlicher Cluster aufgebaut, der die Entstehung von Startups fördert und ein verstärktes Zusammenspiel von Forschung, Kultur und Wirtschaft ermöglicht.

Fotocopyright: Thomas Diesenreiter

VALIE EXPORT Center

In der Tabakfabrik ist auch das jüngste Element der Medienkunststadt Linz angesiedelt. Das VALIE EXPORT Center, das als internationale Forschungsstelle für Medien- und Performancekunst konzipiert ist, wird vom Lentos Kunstmuseum in Zusammenarbeit mit der Kunstuniversität Linz betrieben. Es umfasst Vorlass und Archiv der aus Linz stammenden Pionierin der Medienkunst VALIE EXPORT. Ziel ist es, neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung auch das Archiv einem breiten Publikum zugänglich machen. Es soll auch Ausgangspunkt und Impuls für die künstlerische, wissenschaftliche und vermittlerische Auseinandersetzung mit Medien- und Performancekunst weltweit sein. Linz beherbergt somit zwei der international bedeutendsten Medienkunstarchive, denn auch das Archiv der Ars Electronica ist weltweit einzigartig, dokumentiert es doch die Entwicklung der Medienkunst seit ihren Anfängen.

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