Starkes finanzielles Engagement der Stadt für die Öffis

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Direkte Zuschüsse von 50 Millionen Euro seit 2014, weitere 150 Millionen Euro durch die Linz Linien

Schwerpunkte Förderung von Investitionen und Zeitkarten

Hohe Investitionen und starke Angebote sichern dem öffentlichen Nahverkehr in Linz die Spitzenposition unter den österreichischen Landeshauptstädten. Etwa 24 Prozent des gesamten Verkehrsaufkommens bewältigen die Linz AG Linien mit ihren Straßenbahnen, Auto- und Obussen sowie der Bergbahn. Nur in Wien ist dieser Wert wegen des zugkräftigen U-Bahn-Netzes noch höher. 2018 brachte mit 113 Millionen Fahrgästen einen neuen Rekord.

Die Stadt Linz stellte mit Finanzierungszusagen für Großprojekte wie die Nahverkehrsdrehscheibe oder die Errichtung der Straßenbahnlinie 2 in die Solar City die Weichen zu diesem Erfolg und macht durch erhebliche Zuschüsse ein attraktives Tarifsystem möglich. Alleine 2018 schlugen sich die damit verbundenen Zahlungen mit zirka 10 Millionen Euro zu Buche. Etwa die Hälfte dieser Summe entfiel auf Jahresraten für die langfristige Investitionsfinanzierung. Die andere Hälfte diente für den Kostenbeitrag zum Oberösterreichischen Verkehrsverbund sowie für Zuschüsse, die den Käuferinnen und Käufern von preisgünstigen, übertragbaren Monats- und Jahreskarten und Semestertickets für Studierende zugute kommen.

„Die Stadt Linz beteiligt sich jährlich mit zirka zehn Millionen Euro direkt an den Kosten des öffentlichen Nahverkehrs. Dadurch können zehntausende Menschen preisgünstige Tickets erwerben und Investitionen langfristig finanziert werden. Für einen weiteren Ausbau des Nahverkehrs mit Projekten wie der zweiten Schienenachse sind große Beiträge des Landes Oberösterreich und des Bundes erforderlich“, betont Bürgermeister Klaus Luger.

50 Millionen Euro in den vergangenen fünf Jahren direkt durch die Stadt zugeschossen

Linz Linien fördert mit weiteren rund 150 Millionen öffentlichen Verkehr

Seit 2014 hat die Stadt Linz direkt etwa 50 Millionen Euro für die Nahverkehrsförderung aufgewandt. Den größten Einzelposten stellten dabei die noch bis 2025 laufenden Zahlungen an die Linz AG (in der Tabelle unter Nahverkehrsdrehscheibe zusammengefasst) für die 2004 eröffnete Straßenbahn-Unterfahrung des Hauptbahnhofes sowie die Anbindung der Solar City mit der neuen Linie 2 (2002) dar. Laufende Zuschüsse zum Oberösterreichischen Verkehrsverbund sowie zur Zeitkartenförderung bilden weitere Dominanten. Die Position Schuldendienst bezieht sich auf die Tilgung von Darlehen für mehrere Projekte wie die 2003 abgeschlossene Anschaffung von Triebwagen für die LILO (Städtischer Beitrag: 9,5 Millionen Euro).

Neben den Zuschüssen durch die Stadt Linz, fördern auch die Linz Linien  mit jährlich rund 30 Millionen Euro den öffentlichen Verkehr in Linz.

Verkehrsverbund: Seit 1990 freie Verkehrsmittelwahl in Kernzone

Einen wesentlichen Erfolgsfaktor des öffentlichen Verkehrs in Linz stellt die Integration des Angebotes der Linz AG Linien in den Oberösterreichischen Verkehrsverbund (OÖVV) dar. In der 1990 eingeführten Kernzone Linz können alle öffentlichen Verkehrsmittel mit einem Ticket der Linz Linien genutzt werden. Die Stadt Linz steuert daher jährlich knapp 1,3 Millionen Euro zum Budget des OÖVV bei.

Verkaufsschlager Umweltticket: Österreichs günstigste Jahresnetzkarte
6.500 Seniorenkarten jährlich
3.500 Semester-Tickets für Studierende

Ein Volltreffer gelang der Stadt Linz im Jahr 2013 mit der Einführung des Umwelttickets, einer übertragbaren, geförderten Jahresnetzkarte. Dank eines Zuschusses der Stadt (2,1 Millionen Euro im Jahr 2018) zahlen Linzerinnen und Linzer statt 455 Euro nur 285 Euro für dieses spezielle Mega-Ticket. Damit stellt der jetzt im Scheckkarten-Format erhältliche Fahrausweis Österreichs günstigste Jahres-Netzkarte dar. Wie bei den anderen Mega-Tickets ist eine bequeme Bezahlung in zehn Teilbeträgen möglich. An den Wochenenden sowie an Feiertagen gilt das Ticket für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder unter 15 Jahren.

Für die Seniorinnen und Senioren machen städtische Zuschüsse einen Jahrespreis von 258 Euro möglich. 6.500 ältere Linzerinnen und Linzer nutzten im Vorjahr dieses Angebot.

2018 verkauften die Linz Linien um 13 Prozent mehr Umwelttickets (14.162) als 2017. Stark gefragt waren auch die „normalen“ geförderten Jahres-Netzkarten, von denen 17.400 in Umlauf kamen, um neun Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Studierende sind seit 2006 mit dem geförderten Semester-Ticket günstig unterwegs. Es kostet für Linzerinnen und Linzer lediglich 65 Euro. 2018 erwarben Linzer Studierende knapp 3.500 Semester-Tickets.

Forderungen an Land und Bund

Forderungen an den Bund: eine Gesamtstrategie für den Öffentlichen Personennahverkehr. Diese soll die Basis für einen langfristigen Rahmenplan sein, der den Städten Planungs- und Finanzierungssicherheit gibt. Unabdingbar wird dabei auch eine Reform des Finanzausgleichs sein, der die Rolle der Städte als Lebens- und Wirtschaftsballungszentren stärker berücksichtigt.

Forderungen an das Land Oberösterreich: Mitfinanzierung für Neuankauf von O-Bussen, Bussen und Straßenbahnen der Linz Linien in Analogie zu Gmunden beziehungsweise Rückkehr zu früheren Mitfinanzierungen, wie sie bis 2009 üblich waren (Nahverkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof, Verlängerung der Straßenbahn zur Solar City und auf das Harter Plateau, LIBE-System mit Haltestellen-Anzeigen, Einbindung der LILO in den Hauptbahnhof).

 

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