Investitions-volumen der Stadt mit 103 Millionen Euro auf Rekordniveau

Bürgermeister Klaus Luger

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Plus von 17 Prozent im Vergleich zu 2018

Schwerpunkte Mobilität und soziale Sicherheit

Sparkurs seit 2015 schafft Spielraum für Investitionen

Mehr Geld denn je investiert die Lebensstadt Linz im heurigen Jahr in nachhaltig wirksame Projekte sowie wichtige Anschaffungen zur Sicherung ihres umfassenden Dienstleistungsangebotes. 103 Millionen Euro bedeuten gegenüber dem Voranschlag 2018 einen Zuwachs von 17 Prozent beziehungsweise 15 Millionen Euro. Alleine 43 Millionen Euro wendet die Stadt Linz für die Verbesserung der Verkehrssituation auf. Mit zirka 24 Millionen Euro stellt die neue Donaubrücke die größte Zukunftsinvestition in Sachen Mobilität dar. Etwa fünf Millionen Euro scheinen für die Errichtung und die Sanierung von Straßen sowie Geh- und Radwegen und die Straßen-Infrastruktur wie Ampeln in der Investitionsplanung auf. Investitionen in die soziale Sicherheit schlagen sich mit zirka 14 Millionen Euro zu Buche. Davon entfallen jeweils sechs Millionen Euro auf die Seniorenzentren sowie den Bau von Kindergärten, Horten und Krabbelstuben. Der Bogen der weiteren Investitionstätigkeit spannt sich von Fahrzeugkäufen für die Berufsfeuerwehr (1,4 Millionen Euro) bis zur Förderung des nachträglichen Lifteinbaus (2,1 Millionen Euro).

„Die Stadt Linz finanziert das herausragend hohe Investitionsvolumen des heurigen Jahres ohne neue Schulden. Durch unseren Sparkurs sichern wir finanzielle Spielräume für Investitionen in die Zukunft der Lebensstadt Linz“, skizziert Bürgermeister Klaus Luger die Grundzüge der städtischen Finanzpolitik.

Top 5–Investitionen

Immobiliengesellschaft investiert direkt 18 Millionen Euro

Den weitaus überwiegenden Teil der Investitionen wickelt die Stadt Linz direkt über ihr Budget ab. Bauliche Investitionen sind Sache der städtischen Immobiliengesellschaft, die dafür heuer einen Zuschuss von 18,3 Millionen Euro erhält. Davon dienen 5,8 Millionen Euro für Instandhaltungsarbeiten. 6,5 Millionen Euro gehen an die Linz AG für den Bäderausbau sowie die ratenweise Finanzierung von Investitionen in den Nahverkehr.

Die Modernisierung des Ars Electronica Centers wurde mit 630.000 Euro dotiert. Die investiven Ausgaben für „Gesundheit“ (1,5 Millionen Euro) kommen im Wesentlichen dem Kepler-Universitätsklinikum zugute. In der Bildung schlagen sich vor allem Zahlungen für den Wissensturm (1,6 Millionen Euro) und Investitionszuschüsse für die Berufsschulen (1,3 Millionen Euro) zu Buche. 1,6 Millionen Euro stellt die Stadt für Investitionen der Berufsfeuerwehr zur Verfügung.

43 Millionen für Strassenbau und Verkehr

Die Dominante der Mobilitätsinvestitionen (43 Millionen Euro) stellt mit heuer 24 Millionen Euro die neue Donaubrücke dar. Die Bauarbeiten konzentrieren sich derzeit auf die Fertigstellung des nördlichen Flusspfeilers sowie die Errichtung des südlichen Widerlagers. Weitere große Einzelposten sind eine Finanzierungsrate der Umfahrung Ebelsberg mit 4,8 Millionen Euro und die Kostenbeteiligung an der Westumfahrung (A 26) mit vier Millionen Euro.

Aus der Reihe von Straßenbauvorhaben ragt die Errichtung der Straßenverbindung zwischen der solarCity und dem Südpark in Pichling heraus. Für dieses Projekt und den abschnittsweisen Ausbau der Auhirschgasse und des Klettfischerweges fließen heuer zirka 500.000 Euro. Die Instandhaltung von Verkehrswegen ist mit 1,1 Millionen Euro dotiert. Für Geh- und Radwege stehen etwa 400.000 Euro zur Verfügung. Jeweils 550.000 Euro finanzieren den Ausbau der Straßenbeleuchtung sowie Ampelanlagen.

6 Millionen für Ausbau der Kinderbetreuung

Mehr als sechs Millionen Euro investiert die Lebensstadt Linz heuer in den Ausbau von Kindergärten, Krabbelstuben und Horten. Unter anderem entsteht bis Frühjahr 2020 ein neuer Hort bei der Löwenfeldschule in Kleinmünchen für 320 Kinder (Gesamtkosten: 6,4 Millionen Euro). Ebenfalls ab Frühjahr 2020 bietet der erweiterte Hort und Kindergarten Hauderweg in Ebelsberg Raum für zusätzliche 70 Hort-, 23 Kindergarten- und zehn Krabbelstubenkinder. Er kostet zirka sechs Millionen Euro.

Neue Fahrzeuge für die Berufsfeuerwehr sowie den Geschäftsbereich Stadtgrün und Strassenbetreuung

Zeitgemäße Fahrzeuge spielen sowohl für die Berufsfeuerwehr als auch die Betreuung von Grünanlagen und Verkehrswegen eine große Rolle. Die Stadt Linz hat daher heuer ein umfassendes Erneuerungsprogramm mit knapp drei Millionen Euro dotiert. Von dieser Summe stehen der Berufsfeuerwehr 1,4 Millionen Euro zur Verfügung. Die Einsatzkräfte erhalten im Frühjahr vier Rüstlöschfahrzeuge mit 320 PS Motorleistung und Allradantrieb im Wert von 2,4 Millionen Euro. Für den Fahrzeugkauf wurde 2018 eine Anzahlung von 1,2 Millionen Euro geleistet. Vier ältere Rüstlöschfahrzeuge können den vier Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet übergeben werden. Auch ein neues Arbeitsboot ist im Feuerwehretat enthalten.

Der Geschäftsbereich Stadtgrün und Straßenbetreuung schafft heuer 25 Fahrzeuge und Großgeräte als Ersatz für in die Jahre gekommene Fahrzeuge und Maschinen an. Die mit 1,4 Millionen Euro kalkulierte „Einkaufsliste“ umfasst unter anderem einen Forsttraktor mit Zusatzgeräten, einen Baggerlader, Kleinkehrmaschinen, Großflächenmäher, Kleintraktoren sowie Leicht-LKW mit Pritschen für die Stadtreinigung.

 

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