Internationaler Frauentag: Echte Maßnahmen statt Symbolpolitik gefordert

Vizebürgermeisterin Karin Hörzing

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Echte Maßnahmen statt Symbolpolitik gefordert

Vizebürgermeisterin Hörzing: Ressourcen für Gewaltschutzeinrichtungen und Täterarbeit

Anlässlich des morgigen Internationalen Frauentags rückt SP-Bezirksfrauenvorsitzende Vizebürgermeisterin Karin Hörzing das Thema Gewalt gegen Frauen in den Mittelpunkt. „Österreich hatte beim Gewaltschutz jahrelang eine Vorreiterrolle. Die Kürzungen der Bundesregierung bei den Subventionen für Frauenschutzeinrichtungen lassen aber einen enormen Rückschritt befürchten“, so Hörzing. Gleichzeitig betreibt die Bundesregierung eine Symbolpolitik zu Lasten der Frauen. „Subventionen kürzen, aber eine dreistellige Hotline einrichten, die dann erst recht zu der seit Jahren bestehenden Frauenhelpline gegen Gewalt (0800/222-555) weitergeleitet wird, ist eine inhaltsleere Symbolpolitik, die keiner Frau helfen wird, wenn sie von einem Mann geschlagen oder bedroht wird“, zeigt sich Hörzing verärgert. Stattdessen brauche es dringend zusätzliche Ressourcen für Gewaltschutzeinrichtungen sowie für die Täterarbeit.

Noch vor wenigen Jahren wurde Gewalt in der Familie stets als Familiendrama betitelt. „Zumindest in diesem Bereich gibt es einen Fortschritt. Jetzt werden diese Tötungsdelikte als das benannt, was sie sind: Frauenmorde“, zeigt Vizebürgermeisterin Hörzing auf. Für Hörzing sei das grundsätzlich begrüßenswert, weil es zu einer Enttabuisierung führe und das Thema in den Mittelpunkt der politischen Debatte gerückt sei. „Gleichzeitig fehlt aber ein Maßnahmenpaket, um die Situation der von Gewalt betroffenen Frauen tatsächlich zu verbessern“, betont Hörzing.

Analog den SP-Bundesfrauen verlangt Hörzing drei Millionen zusätzlich für den Gewaltschutz. „Zwei Drittel davon werden dringend für Beratungseinrichtungen benötigt, ein Drittel für Täterarbeit. Ebenso braucht es Maßnahmen, um zusätzlichen Wohnraum für von Gewalt betroffene Frauen zu schaffen und ihnen verstärkt juristische und psychosoziale Prozessbegleitung zur Verfügung zu stellen“, fordert Hörzing. Und schließlich wäre eine bessere psychosoziale Ausbildung für angehende Richterinnen und Richter wünschenswert. „Diese könnte zu einer höheren Verurteilungsquote von Gewalttätern führen“.

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