Belohnung fürs Schwarzfahren? „Faschingsscherz!“

Bürgermeister Klaus Luger

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Irritiert zeigt sich Bürgermeister Klaus Luger betreffend des Vorschlages von NEOS Gemeinderat Lorenz Potocnik. „Schwarzfahren mit Gratis-Tickets zu belohnen ist aus meiner Sicht keineswegs innovativ, sondern lächerlich. Es entbehrt jeglichen Sachverstands. Dass zukünftig in der 70-Euro-Strafe für Schwarzfahrer bis zu 20 Langstreckentickets inkludiert sind sollten, halte ich für einen Faschingsscherz!“ betont Bürgermeister Klaus Luger.

Die Linzer NEOS beabsichtigen mit ihrem Gemeinderatsantrag, dass neben der zu zahlenden Strafe für Schwarzfahren in den Linzer Öffis von 70 Euro Bestraffte zusätzlich gratis bis zu 20 Langstreckentickets bekommen. Anstelle einer Strafe für ein Vergehen, soll ein Belohnungssystem eingeführt werden. Für Bürgermeister Klaus Luger stellen dieser Vorstoß und dessen Behandlung im Gemeinderat eine Abwertung des demokratisch legitimierten Gremiums dar. „Ich finde es peinlich, dass es eine Partei gibt, die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte mit solchen Anträgen beschäftigt. Für mich ist dieser Gemeinderatsantrag abstrus“, so Luger. Erwiesenermaßen haben Geldstrafen eine abschreckende Wirkung und stellen eine langjährige Maßnahme dar, um Schwarzfahren hintan zu halten. Rund 15.000 europäische Gemeinden nutzen dieses bewährte System. Darüber hinaus wäre eine Umstellung ohne Abstimmung mit dem Oberösterreichischen Verkehrsverbund nicht machbar.

„Linz ist am Weg zur innovativsten Stadt Österreichs. Wir arbeiten hart daran und setzen viele einzelne Bausteine um. Die von NEOS Gemeinderat Lorenz Potocnik nun vorgeschlagene Idee zählt sicherlich nicht zu den innovativsten, sondern zu den lächerlichen“, so Bürgermeister Klaus Luger abschließend.

 

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