ÖVP beharrt auf Steinzeit-Familienpolitik

Gemeinderat Stefan Giegler

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Sanierungsvorschläge auf Kosten der Linzer Familien sind untragbar

Verärgert zeigt sich Vizebürgermeisterin Karin Hörzing über die Budget-Ansagen der

Linzer ÖVP. Auch in der heutigen Budget-Gemeinderatssitzung beharrt die angebliche

„Wirtschafts- und Familienpartei“ rund um Vizebürgermeister Baier auf einer Steinzeit-

Familienpolitik, die nicht nur den Linzer Eltern, sondern auch den Unternehmen

massiv schadet.

Um die Finanzen der Stadt zu retten, schlägt die ÖVP vor, die Nachmittagsgebühren in

den Kindergärten analog zu jenen auf Landesebene zu gestalten. „Das sind 2,3

Millionen Euro, die sich die ÖVP hier direkt von den Linzer Familien holen will“, erklärt

Hörzing. Für die Eltern ist das ein Schlag ins Gesicht und nichts anderes als eine

„Zurück an den Herd-Maßnahme“ für Frauen.

Dass hier massiv gegen die Interessen der Linzer Unternehmen agiert wird, scheint der ÖVP

egal zu sein. „Den Unternehmen fehlen oftmals MitarbeiterInnen, sie werden auch künftig

nicht auf die Arbeitskraft von Frauen verzichten können“, stellt Hörzing klar. „Uns ist wichtig,

dass in Linz eine echte Vereinbarkeit von Beruf und Familie gelebt werden kann, das ist im

Voranschlag 2019 deutlich sichtbar.“ Gerade von Wirtschaftsreferent Vizebürgermeister

Baier, auch in seiner Funktion als Familienbund-Obmann, würde sich Vizebürgermeisterin

Hörzing mehr Gespür und Gefühl für die Anliegen der Linzer Wirtschaft und die Bedürfnisse

der Linzer Familien erwarten.

Auch der ÖVP-Vorschlag, das Stadion der Linzerinnen und Linzer zu verkaufen, sobald eine

private, gewinnorientierte GmbH ihr eigenes Stadion errichtet hat, zeigt, dass die ÖVP nicht

auf der Seite der Bevölkerung steht. „Das Stadion und die Tips-Arena bieten Raum für

Breiten- und Spitzensport. Viele Sport- und Kulturveranstaltung sind auf der Gugl zu Gast

und werden von den Linzerinnen und Linzer besucht und in Anspruch genommen“, betont

Vizebürgermeisterin Hörzing. Der Verkauf des Stadion würde eine massive

Angebotseinschränkung für die Linzer Bevölkerung bedeuten. Die Sportstadt Linz ist

wesentlich auch dadurch geprägt, dass es ein breites, von der Stadt Linz zur Verfügung

gestelltes Angebot gibt. Öffentlich zugängliche Einrichtungen zu verkaufen, um privaten

Anbietern ein Alleinstellungsmerkmal zu ermöglichen, ist für die SP-Gemeinderatsfraktion

nicht tragbar.

„Den Linzerinnen und Linzern wäre mehr geholfen, wenn sich die Linzer ÖVPMandatarInnen

auf Landesebene für die Interessen der Stadt einsetzen würde, anstatt mit

unseriösen Vorschlägen das Linzer Budget schlecht zu reden“, so Hörzing abschließend.

 

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